Gerhard Müller,
Kostbares „Unkraut” – Wildkräuter-Delikatessen & Grüne Smoothies vom Wegesrand
BoD-Verlag, 2017, 76 Seiten, 9 Euro
ISBN: 978-3-7322-5371-5


Von den 12.000 Pflanzenarten, die in Mitteleuropa gedeihen, wurden von unseren Vorfahren rund 1.000 verzehrt.
Heute beschränken wir uns jedoch lediglich auf die Kultivierung und den Verzehr von ca. 50 Arten.
Unser Speiseangebot an heimischen Produkten ist erschreckend geschrumpft. Zudem hat das,
was auf unseren Tischen landet, nur noch wenig mit der „wilden Verwandtschaft” zu tun.
Wildpflanzen sind die Vorfahren all unserer Kulturpflanzen und sie sicherten seit Jahrtausenden
das Überleben der Menschheit. Wildpflanzen sind gesund, wohlschmeckend und eine große Energiequelle,
außerdem sind sie bekömmlicher als ihre mit Agrarchemie aufgepäppelten Verwandten aus dem Supermarkt.
Auch wenn sie kleiner und unscheinbarer wirken als ihre kultivierten Vettern, haben sie große innere Werte.
In unseren verwilderten Gärten, an Feldrainen, in Wald und Wiese wachsen sie, unsere heimischen Kräuter und Wildgemüse.
Sie besitzen nicht nur erstaunliche Heilkräfte, sondern liefern auch vitaminreiche, schmackhafte Kräutergerichte.
Das, was vor unserer Haustür wächst und von uns oft als lästiges „Unkraut” angesehen wird, sind oft Delikatessen
ersten Ranges. Und sie sind – abgesehen von den übrigen Zutaten – zum „Nulltarif” in der Küche verwendbar.